Abstimmungsverhalten

KION GROUP AG

Geplantes Abstimmungsverhalten der SdK auf der ordentlichen Hauptversammlung am 2021-05-11

Vorbemerkung: Es wird berücksichtigt, dass die Umstellungen durch COVID die Gesellschaft vor Herausforderungen stellt, die zunächst technisch nicht sicher umgesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund wird eine gewisse Einschränkung der Aktionärsrechte im Vergleich zur Präsenz-HV für die Hauptversammlung 2021 akzeptiert. Wir erwarten allerdings, dass die Gesellschaft langfristig zur Präsenzhauptversammlung zurückkehrt oder, sollte dies aufgrund der Fortdauer der Krisensituation weiterhin nicht möglich sein, die Voraussetzungen schafft, um eine echte virtuelle, interaktive Hauptversammlung unter Einräumung aller Rechte wie auch in einer Präsenz-HV abzuhalten. Darüber hinaus erwarten wir von der Gesellschaft, dass diese selbst oder über angehörige Interessenverbände ihren Einfluss auf den Gesetzgeber geltend macht, dass die exzessiven Beschränkungen der Aktionärsrechte in der virtuellen HV aufgehoben und Rechte wie in einer Präsenz-HV eingeräumt werden.

 

TOP 1 Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses, des gebilligten Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts für die KION GROUP AG und den Konzern einschließlich des erläuternden Berichts zu den Angaben nach §§ 289a, 315a des Handelsgesetzbuchs sowie des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020

 

Keine Abstimmung erforderlich

 

 

TOP 2 Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2020

 

Ablehnung

 

Begründung: Das Ergebnis pro Aktie liegt bei 1,81 Euro. Für das Geschäftsjahr 2018 lag die Ausschüttungsquote bei 35 % des Ergebnisses pro Aktie (Dividende 1,20 Euro). Im letzten Jahr wurde die Dividende auf die gemäß AktG erforderlichen 4 % auf das Grundkapital reduziert. Begründet wurde dies mit den Unsicherheiten der Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Folgen. Der tatsächliche Grund lag, so wurde auf der HV deutlich, aber darin, daß im Mai 2020 eine Kreditlinie mit der KfW vereinbart wurde und eine höhere Dividendenzahlung auf Grund dieser Vereinbarung nicht möglich war. Ursprünglich war eine Dividende von 1,30 Euro vorgesehen. Der Gewinn pro Aktie lag im Geschäftsjahr 2019 bei 3,86 Euro, so daß die Ausschüttungsquote wieder rund 35 % betragen sollte. Für das Geschäftsjahr 2020 sollte zumindest die Ausschüttungsquote von 35 % wieder aufgenommen werden, zumal die Prognosen für 2021 sehr vielversprechend sind. Wir fordern deshalb die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,64 Euro.

 

 

TOP 3 Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands der KION GROUP AG für das Geschäftsjahr 2020

 

Zustimmung

 

Begründung: Das Geschäftsjahr 2020 war nicht so erfolgreich wie die Vorjahre, aber dies ist zum großen Teil der Pandemie geschuldet. Es kam zu Unterauslastung in den Werken und Nachfragerückgang vor allem im Staplergeschäft. Der Vorstand hat in der Situation umsichtig gehandelt, Einsparungen realisiert und Investitionen gestreckt.

 

 

TOP 4 Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats der KION GROUP AG für das Geschäftsjahr 2020

 

Zustimmung

 

Begründung: Der Aufsichtsrat hat die ihm zugewiesenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten wahrgenommen. Er hat den Vorstand in allen wichtigen Fragen der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Insbesondere wurde die Organisationsstruktur und die Corporate Governance im Unternehmen weiterentwickelt. So wurden zwei neue Vorstandsressorts (Supply Chain Solutions und IST EMEA) geschaffen und entsprechend besetzt sowie eine vorzeitige Nachfolgeregelung für den aus Altersgründen ausscheidenden Herrn Dr. Böhm (CTO) gefunden.

 

 

TOP 5 Beschlussfassung über die Bestellung des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 sowie des Prüfers für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts

 

Ablehnung

 

Begründung: Deloitte prüft bereits seit 2007 die Gesellschaft. Nach Ansicht der SdK sollte spätestens nach 10 Jahren ein Wechsel der Prüfgesellschaft erfolgen, um die Unabhängigkeit zu wahren.

 

 

TOP 6 Beschlussfassung über die Billigung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder

 

Zustimmung

 

Begründung: Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist an ausgewählten wirtschaftlichen Erfolgszielen ausgerichtet, was auch im Interesse der Anteilseigner ist. Solche Ziele sind z.B. profitables Wachstum der Gruppe, hohe Profitabilität im Branchenvergleich, zweistellige EBIT-Marge. Dabei kommen sowohl kurz- als auch langfristige Vergütungskomponenten zum Einsatz.

 

 

TOP 7 Beschlussfassung über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

 

Zustimmung

 

Begründung: Die SdK fordert und fördert eine angemessene, jedoch fixe Vergütung. Sitzungsgelder tolerieren wir. Wir gehen davon aus, daß Aufsichtsratsmitglieder auch ohne die gesonderte Zahlung von Sitzungsgeldern ihrer Aufgabe nachkommen werden und diesen Anreiz somit nicht brauchen.

 

 

TOP 8 Beschlussfassung über die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien einschließlich der Ermächtigung zum Ausschluss von Andienungs- und Erwerbsrechten

 

Ablehnung

 

Begründung: Die SdK zieht die Ausschüttung einer Bonusdividende dem Rückkauf von eigenen Aktien vor. Wenn die Aktien eingezogen werden sollen, ist dies im Allgemeinen akzeptabel, da dann der Gewinn je Aktie steigt. Hier sind jedoch auch andere Verwendungsmöglichkeiten vorgesehen, die nicht unbedingt im Aktionärsinteresse sind. Die Absicht, Aktien als eventuelles Zahlungsmittel bei Übernahmen zu erwerben, kann z.B. zur Zahlung von überhöhten Kaufpreisen führen. Auch können die zurückgekauften Aktien quasi als Handelsbestand im Unternehmen bleiben. Dies ist eher kritisch zu sehen. Zum einen können die Aktienkurse fallen und damit Verluste produzieren, zum anderen sollte die Verwaltung aus grundsätzlichen Erwägungen heraus nicht in die Domäne der Eigentümer eingreifen. Es ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass die Verwaltung „Insiderwissen“ hat und deshalb mit dem Handelsbestand gegen Käufer und Verkäufer (aktuelle und zukünftige Anteilseigner) spekulieren kann.

 

 

TOP 9 Beschlussfassung über die Anpassung der Satzung an das ARUG II

 

a) § 19 Abs. 4 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:

 

Zustimmung

 

Begründung: Durch das ARUG II wurden mit Wirkung ab dem 3. September 2020 einige gesetzliche Regelungen über die Formalitäten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung angepasst. Diese Anpassungen sollen im Wortlaut der Satzung der KION GROUP AG entsprechend nachgezogen werden. Dabei handelt es sich lediglich um redaktionelle Klarstellungen.

 

b) § 20 Abs. 1 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:

 

Zustimmung

 

Begründung: Durch das ARUG II wurden mit Wirkung ab dem 3. September 2020 einige gesetzliche Regelungen über die Formalitäten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung angepasst. Diese Anpassungen sollen im Wortlaut der Satzung der KION GROUP AG entsprechend nachgezogen werden. Dabei handelt es sich lediglich um redaktionelle Klarstellungen.

 

c) § 20 Abs. 2 der Satzung wird wie folgt neu gefasst:

 

Zustimmung

 

Begründung: Durch das ARUG II wurden mit Wirkung ab dem 3. September 2020 einige gesetzliche Regelungen über die Formalitäten im Zusammenhang mit der Hauptversammlung angepasst. Diese Anpassungen sollen im Wortlaut der Satzung der KION GROUP AG entsprechend nachgezogen werden. Dabei handelt es sich lediglich um redaktionelle Klarstellungen.

 

Hinweis: Auf der Hauptversammlung kann aus sachlichen Gründen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen von oben genanntem Abstimmungsverhalten abgewichen werden.