Abstimmungsverhalten

publity AG

Geplantes Abstimmungsverhalten der SdK auf der ordentlichen Hauptversammlung am 2020-05-26

VORBEMERKUNG: Es wird berücksichtigt, dass die neue Situation die Gesellschaft vor Herausforderungen stellt, die in der Kürze der Zeit insbesondere technisch nicht sicher umgesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund wird eine gewisse Einschränkung der Aktionärsrechte im Vergleich zur Präsenz-HV für die Hauptversammlung 2020 akzeptiert. Wir erwarten allerdings, dass die Gesellschaft im Jahre 2021 wieder zur Präsenzhauptversammlung zurückkehrt oder, sollte dies aufgrund der Fortdauer der Krisensituation auch im Jahre 2021 nicht möglich sein, bis dahin die Voraussetzungen geschaffen hat, um eine echte virtuelle, interaktive Hauptversammlung unter Einräumung aller Rechte wie auch in einer Präsenz-HV abzuhalten. Darüber hinaus erwarten wir von der Gesellschaft, dass diese selbst oder über angehörige Interessenverbände ihren Einfluss auf den Gesetzgeber geltend macht, dass die exzessiven Beschränkungen der Aktionärsrechte in der virtuellen HV aufgehoben und Rechte wie in einer Präsenz-HV eingeräumt werden.

 

 

TOP 1 Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses der publity AG und des Lageberichts sowie des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019

 

Keine Abstimmung erforderlich

 

 

TOP 2 Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2019

 

Zustimmung

 

Begründung: Angesichts der Unwägbarkeiten zum einen des "Corona-Jahres", zum anderen der Notwendigkeit der Rückzahlung einer Anleihe benötigt das Unternehmen Liquidität. Es ist nämlich gerade angesichts des bisherigen Geschäftsgebarens und der augenblicklichen Situation keinesfalls gesichert, dass sich eine andere Anschlussfinanzierung finden ließe.

 

 

TOP 3 Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019

 

Ablehnung

 

Begründung: Der Vorstand kann schon deswegen nicht entlastet werden, weil ein Konzernabschluss wieder nicht in angemessener Frist vor der Hauptversammlung vorliegt. Der AG-Abschluss ist nicht ansatzweise aussagekräftig, sondern wieder eine "black box".

 

 

TOP 4 Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019

 

Ablehnung

 

Begründung: Der Aufsichtsrat ist für die dem Vorstand angelasteten Punkte in jedem Falle mit verantwortlich.

 

 

TOP 5 Beschlussfassung über die Bestellung des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020

 

Ablehnung

 

Begründung: Es kann nicht beurteilt werden, ob der Prüfer hinreichend unabhängig ist, weil es an Angaben dazu fehlt. Angesichts des gesamten Gebarens des Unternehmens sollte deshalb wenigstens ein neuer Prüfer bestellt werden.

 

 

TOP 6 Wahlen zum Aufsichtsrat

 

Keine Abstimmung erforderlich

 

1) Herr Hans-Jürgen Klumpp, Dipl.-Kfm., wohnhaft in Bielefeld, wird für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2024 beschließt, in den Aufsichtsrat gewählt.

 

Enthaltung

 

Begründung: Die drei Kandidaten waren schon bisher im Aufsichtsrat. Es sind aber keine Aussagen dazu möglich, welche anderen Ämter oder Tätigkeiten sie ausüben und ob sie zeitlich ausreichend für die Aufsichtsratstätigkeit zur Verfügung stehen. Eine Klärung in der Hauptversammlung wird organisatorisch verhindert.

 

2) Herr Prof. Dr. Holger Till, Universitätsprofessor, wohnhaft in Graz / Österreich, wird für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2024 beschließt, in den Aufsichtsrat gewählt.

 

Enthaltung

 

Begründung: Die drei Kandidaten waren schon bisher im Aufsichtsrat. Es sind aber keine Aussagen dazu möglich, welche anderen Ämter oder Tätigkeiten sie ausüben und ob sie zeitlich ausreichend für die Aufsichtsratstätigkeit zur Verfügung stehen. Eine Klärung in der Hauptversammlung wird organisatorisch verhindert.

 

3) Herr Frank Vennemann, Rechtsanwalt, Equity Partner der Wirtschaftskanzlei GRUENDELPARTNER Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer PartGmbB mit Sitz in Jena, wohnhaft in Leipzig, wird für die Zeit bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2024 beschließt, in den Aufsichtsrat gewählt.

 

Enthaltung

 

Begründung: Die drei Kandidaten waren schon bisher im Aufsichtsrat. Es sind aber keine Aussagen dazu möglich, welche anderen Ämter oder Tätigkeiten sie ausüben und ob sie zeitlich ausreichend für die Aufsichtsratstätigkeit zur Verfügung stehen. Eine Klärung in der Hauptversammlung wird organisatorisch verhindert.

 

TOP 7 Beschlussfassung über die Aufhebung des Genehmigten Kapitals 2019/II und die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre sowie über die entsprechende Änderung der Satzung

 

Zustimmung

 

Begründung: Gegenüber dem bisherigen genehmigten Kapital ist die Erhöhung marginal. Zwar ist einerseits bei diesem Unternehmen grundsätzlich ein gewisses Misstrauen angebracht. Andererseits sollte angesichts des Rückzahlungstermine für die Wandelanleihe im November 2020 für das Unternehmen auch eine Flexibilität bestehen. Ein "Nein" hätte ohnehin nur zur Folge, dass es bei der bisherigen Satzungsfassung bliebe, die sich nur um 58.000 Aktien von den hier zu genehmigenden 7,379 Mio. Aktien unterscheidet.

 

 

TOP 8 Beschlussfassung über die Aufhebung des Bedingten Kapitals 2019/III und die Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2020 sowie über die entsprechende Änderung der Satzung

 

Zustimmung

 

Begründung: Gegenüber dem bisherigen bedingten Kapital ist die Erhöhung marginal. Das bedingte Kapital ist wegen der begebenen Wandelanleihe erforderlich.

 

Hinweis: Auf der Hauptversammlung kann aus sachlichen Gründen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen von oben genanntem Abstimmungsverhalten abgewichen werden.