Abstimmungsverhalten

CECONOMY AG

Geplantes Abstimmungsverhalten der SdK auf der ordentlichen Hauptversammlung am 2019-02-13

TOP 1 Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und des gebilligten Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2017/18 mit dem zusammengefassten Lagebericht für die CECONOMY AG und den CECONOMY-Konzern, dem zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht für die CECONOMY AG und den CECONOMY-Konzern und dem Bericht des Aufsichtsrats

 

Keine Abstimmung erforderlich

 

 

TOP 2 Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017/18

 

Ablehnung

 

Begründung: Im Wege der Einzelentlastung wird dem Vorstandsvorsitzenden, Herrn Haas, sowie dem Finanzvorstand, Herrn Freese, wegen der schlechten Geschäftsentwicklung (drei Gewinnwarnungen in einem Jahr, Aktienkurs fällt von zwölf auf drei Euro, Streichung der Dividende) keine Entlastung erteilt. Außerdem sollte eine Abstimmung über eine mögliche Entlastung bis zur Beendigung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren wegen Marktmanipulation (Verdacht einer zu späten Veröffentlichung der Aufspaltung der Metro AG per ad hoc Mitteilung) verschoben werden. Herrn Dr. Molkenteller wird die Entlastung erteilt.

 

 

TOP 3 Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017/18

 

Zustimmung

 

Begründung: Ausweislich des ausführlichen Berichts des Aufsichtsrates ist dieser seinen Pflichten zur Überwachung des Vorstandes nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat auch zeitnah und konsequent nach der dritten Gewinnwarnung auf Veränderungen im Vorstand hingewirkt. Zu kritisieren ist, dass bis heute keine neuen Vorstandsmitglieder benannt werden konnten.

 

 

TOP 4 Der Aufsichtsrat schlägt auf Empfehlung seines Prüfungsausschusses vor, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018/19 sowie zum Abschlussprüfer für die prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und des Zwischenlageberichts des 1. Halbjahres des Geschäftsjahres 2018/19 zu wählen.

 

Ablehnung

 

Begründung: KPMG prüft die Gesellschaft, bzw. die Vorgängergesellschaft, Metro AG, seit 2006 und damit seit über zehn Jahren. Nach den Abstimmungsrichtlinien der SdK sollte nach spätestens 10 Jahren ein Wechsel der Prüfungsgesellschaft erfolgen. Daran ändert auch nichts, dass im letzten Jahr eine Ausschreibung des Mandates erfolgte, bei der sich KPMG durchgesetzt hat.

 

 

TOP 5 Wahl zum Aufsichtsrat

 

Zustimmung

 

Begründung: Gegen die Wiederwahl von Herrn Doktor Raas bestehen, insbesondere hinsichtlich seiner fachlichen Kompetenz und zeitlichen Verfügbarkeit, keine Bedenken.

 

 

TOP 6 Aufhebung des bestehenden genehmigten Kapitals sowie Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (auch mit der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss) und entsprechende Neufassung von § 4 Abs. 7 der Satzung

 

Ablehnung

 

Begründung: Die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals in Höhe von ca. 35 % des Grundkapitals gegen Bareinlage und beschränkt auf 10 % des Grundkapitals gegen Sacheinlage mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts in Höhe von bis zu 10 % des Grundkapitals wird abgelehnt. Nach den Abstimmungsrichtlinien der SdK droht Aktionären bei genehmigten Kapitalia in Höhe von über 25 % des Grundkapitals eine zu starke Verwässerung ihrer Anteile, so dass ein solches Vorhaben grundsätzlich abzulehnen ist. Diese Gefahr erhöht sich noch durch die geplanten weiteren Kapitalmaßnahmen wie Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und Schaffung eines bedingten Kapitals.

 

 

TOP 7 Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, auch unter Ausschluss des Bezugsrechts, unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigung

 

Ablehnung

 

Begründung: Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien i.H.v. bis zu 10 % des Grundkapitals wird von Seiten der SdK grundsätzlich abgelehnt, insbesondere wenn sich sehr weitgehende Verwendungsmöglichkeiten vorbehalten werden.

 

 

TOP 8 Ermächtigung zum Einsatz von Derivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Bezugs- und Andienungsrechts

 

Ablehnung

 

Begründung: Der Einsatz von Derivaten im Rahmen des Erwerbs eigener Aktien wird von Seiten der SdK grundsätzlich abgelehnt.

 

 

TOP 9 Aufhebung der bestehenden Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen vom 20. Februar 2015 sowie Erteilung einer neuen Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts auf diese Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sowie Schaffung eines neuen bedingten Kapitals und der Aufhebung des bestehenden bedingten Kapitals I und entsprechende Neufassung von § 4 Abs. 8 der Satzung (bedingtes Kapital)

 

Zustimmung

 

Begründung: Der Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von bis zu 14 % des Grundkapitals mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts in Höhe von bis zu 10 % des Grundkapitals kann aus Sicht der SdK zugestimmt werden.

 

 

TOP 10 Änderung von § 13 Abs. 4 der Satzung (Vergütung des Aufsichtsrats)

 

Zustimmung

 

Begründung: Der Änderung von Paragraf 13 Abs. 4 der Satzung wird zugestimmt. Hierdurch wird eine Regelungslücke geschlossen, so dass ein Aufsichtsrat auch bei seiner Neuwahl nicht mehr als 100 % einer Jahresvergütung bekommen kann.

 

Hinweis: Auf der Hauptversammlung kann aus sachlichen Gründen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen von oben genanntem Abstimmungsverhalten abgewichen werden.