HV-Termine

CECONOMY AG

Geplantes Abstimmungsverhalten der SdK auf der ordentlichen Hauptversammlung am 2018-02-14

TOP 1
Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses, des gebilligten Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts für die CECONOMY AG und den CECONOMY-Konzern für das Geschäftsjahr 2016/17 sowie des Berichts des Aufsichtsrats

 

Keine Abstimmung erforderlich.

 

 

TOP 2
Verwendung des Bilanzgewinns

 

Zustimmung

 

Begründung: Als Dividende sollen 0,26 € je Stammaktie und 0,32 € je Vorzugsaktie ausgeschüttet werden. Damit liegt die Ausschüttungsquote bei 45 % des um Sonderfaktoren bereinigten Ergebnisses je Aktie. Damit wird fast der gesamte unbereinigte Konzerngewinn i.H.v. 0,27 € je Aktie ausgeschüttet, was angesichts der niedrigen Eigenkapitalquote von ca. 8 % sehr viel ist. Zukünftig soll auf den Ausweis von Sonderfaktoren verzichtet werden. Es wird kritisch zu hinterfragen sein, ob dann mit sinkenden Dividendenzahlungen zu rechnen ist.

 

 

TOP 3
Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/17

 

 

Zustimmung/Ablehnung

 

Begründung: Auf Grund der staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen Marktmanipulation im Zusammenhang mit der Aufspaltung der Metro AG gegen einzelne Organmitglieder wird Einzelabstimmung beantragt, wenn diese nicht erfolgt, wird insgesamt ablehnend abgestimmt.

 

Eine Abstimmung über die Entlastung von Organmitgliedern, gegen die Ermittlungsverfahren laufen, sollte bis zur Beendigung der Verfahren aufgeschoben werden. Erfolgt dies nicht, wird abhängig vom Bericht über den Verfahrensstand, wohl trotzdem Entlastung erteilt, weil nach der bisherigen Berichterstattung die im Rahmen der umstrittenen Unternehmensaufspaltung in den anonym erstatteten Anzeigen vorgebrachten Anschuldigungen wohl haltlos sind.

 

Die von den Verfahren nicht betroffenen Mitglieder werden bei Einzelabstimmung entlastet. Zwar ist die Geschäftsentwicklung, insbesondere bei Real, nicht berauschend, dem Management soll aber die Möglichkeit gegeben werden die neu aufgestellte Ceconomy AG zu entwickeln.

 

 

TOP 4
Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016/17

 

Zustimmung/ Ablehnung

 

Begründung: Auf Grund der staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen Insiderhandels und Marktmanipulation gegen einzelne Organmitglieder wird Einzelabstimmung beantragt, wenn diese nicht erfolgt, wird insgesamt ablehnend abgestimmt.

 

Eine Abstimmung über die Entlastung von Organmitgliedern, gegen die Ermittlungsverfahren wegen Marktmanipulation im Zusammenhang mit der Aufspaltung der Metro AG laufen, sollte bis zur Beendigung der Verfahren aufgeschoben werden. Erfolgt dies nicht, wird abhängig vom Bericht über den Verfahrensstand, wohl trotzdem Entlastung erteilt, weil nach der bisherigen Berichterstattung die im Rahmen der umstrittenen Unternehmensaufspaltung in den anonym erstatteten Anzeigen vorgebrachten Anschuldigungen wohl haltlos sind.

 

Die von den Verfahren nicht betroffenen Mitglieder werden bei Einzelabstimmung entlastet. Der Aufsichtsrat scheint seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion ausweislich des ausführlichen Aufsichtsratsberichts hinreichen nachgekommen zu sein. 

 

 

TOP 5
Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017/18 sowie des Abschlussprüfers für die prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und des Zwischenlageberichts des 1. Halbjahres des Geschäftsjahres 2017/18

 

Ablehnung

 

Begründung: Gegen die Wiederwahl der KPMG AG bestehen grundsätzliche Bedenken, da diese vor der Spaltung die Metro AG, und damit auch den Geschäftsbereich der nach der Spaltung auf die Ceconomy AG entfiel, bereits seit 2006 prüft. Der SdK e.V. vertritt die Auffassung, dass nach spätestens 10 Jahren, neben den regelmäßig wechselnden Prüfungsteams, auch die Prüfungsgesellschaft zur Wahrung der Unabhängigkeit der Prüfungsergebnisse wechseln soll.

 

Anscheinend wurde das Prüfungsmandat ausgeschrieben. Der Aufsichtsrat möge das Auswahlverfahren sowie die entscheidenden Kriterien, die zur erneuten Empfehlung der Wiederwahl führten, auf der Hauptversammlung offenlegen.

 

 

TOP 6
Wahlen zum Aufsichtsrat

 

Zustimmung/ Enthaltung

 

Begründung: Gegen die Neuwahl von Frau Plath für den ausscheidenden Herrn Dr. Schnitzler bestehen keine Bedenken. Sie ist hinreichend qualifiziert, ein Fall von „Overbording“ liegt nicht vor. Das Nominierungsverfahren wird jedoch kritisch zu hinterfragen sein. Auch werden die bestehenden Geschäftsbeziehungen der Frau Plath zu der Ceconomy AG kritisch zu hinterfragen sein.

 

Der 69-jährige Herr Fitschen ist bereits seit 2008 Aufsichtsrat der Gesellschaft. Der CGC sieht eine Amtszeit von über 10 Jahren nur ausnahmsweise in begründeten Ausnahmefällen vor. Die Entscheidung wird davon abhängen, wie ein solcher Ausnahmefall auf der HV begründet wird. Für eine Wiederwahl spricht, dass Herr Fitschen auf Grund seiner Expertise und Erfahrung qualifiziert ist dem Aufsichtsrat in dieser Phase des Umbruchs vorzusitzen und die Amtszeit auf drei Jahre beschränkt ist.

 

Hinweis: Auf der Hauptversammlung kann aus sachlichen Gründen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen  von oben genanntem Abstimmungsverhalten abgewichen werden.