Abstimmungsverhalten

Porsche Automobil Holding SE

Geplantes Abstimmungsverhalten der SdK auf der ordentlichen Hauptversammlung am 2017-05-30

TOP 1
Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses, des gebilligten Konzernabschlusses sowie des für die Gesellschaft und den Konzern zusammengefassten Lageberichts, des Vorschlags des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 (1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016)

 

Keine Abstimmung erforderlich.

 

 

TOP 2
Verwendung des Bilanzgewinns

 

Keine Abstimmung möglich, da Vorzugsaktien. SdK lehnt die Dividendenausschüttung aber ab.

 

Begründung: Der Prüfbericht des Abschlussprüfers Ernst & Young enthält einen deutlichen Warnhinweis. Ernst & Young erkennt massive Risiken in der Rückstellungsbildung auf der Ebene der Volkswagen AG. Unter diesen Gegebenheiten hätte der Vorstand der Porsche SE (als Eigner der Mehrheit der Stammaktien der Volkswagen AG) bereits darauf hinwirken müssen, dass eine Dividendenausschüttung auf der Ebene der Volkswagen AG unterbliebt. Ebenso verbietet sich unter diesen Gegebenheiten eine Ausschüttung auf der Ebne der Porsche SE.

 

 

TOP 3
Entlastung der Mitglieder des Vorstands

 

Keine Abstimmung möglich, da Vorzugsaktien. SdK lehnt eine Entlastung aber ab.

 

Begründung: Der Vorstand der Porsche SE setzt sich überwiegend aus Vorstandsmitgliedern der Volkswagen AG zusammen. Dies provoziert Interessengegensätze, die allenfalls durch eine personelle Trennung und die Berufung wirklich unabhängiger neuer Vorstände beseitigt werden könnte. Das Gegenteil ist im vergangenen Geschäftsjahr geschehen. Gerade das besonders sensible neue Vorstandsressort „Recht und Compliance“ wurde nicht neutral besetzt.

 

 

TOP 4
Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats

 

Keine Abstimmung möglich, da Vorzugsaktien. SdK lehnt eine Entlastung aber ab.

 

Begründung: Siehe TOP 3.

 

 

TOP 5
Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 und für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts 2017

 

Keine Abstimmung möglich, da Vorzugsaktien. SdK stimmt der Wahl von Ernst & Young aber zu.

 

Begründung: Zwar ist Ernst & Young schon seit über 10 Jahren für die Gesellschaft tätig (auch schon für die Rechtsvorgängerin Dr. Ing. h.c .F.A. Porsche AG). Weiter erzielt Ernst & Young aus Beratungen Honorare, die das Honorar für die Prüfung übersteigen. Aufgrund dessen müsste die SdK die Wiederwahl von Ernst & Young zum erneuten Abschlussprüfer ablehnen.

 

Allerdings erscheint die nötige Unabhängigkeit zwischen Ernst & Young und Porsche SE durchaus gegeben zu sein, da innerhalb des äußerst kritischen Prüfberichts die massiven Risiken klar benannt werden (siehe TOP 2). Dies honoriert die SdK und stimmt somit der Wiederwahl von Ernst & Young ausnahmsweise zu.

 

 

TOP 6
Beschlussfassung über die Anpassung der §§ 9 bis 11 sowie § 18 und § 20 der Satzung an das Ergebnis des Statusverfahrens

 

Keine Abstimmung möglich, da Vorzugsaktien. SdK stimmt der Satzungsänderung aber zu.

 

Begründung: Die Porsche SE stellt eine reine Finanzholding dar und beherrscht die Volkswagen AG gerade nicht. Es war deshalb in der Vergangenheit nicht zu verstehen, warum dennoch Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat entsandt wurden.

 

 

TOP 7
Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern

 

Keine Abstimmung möglich, da Vorzugsaktien. SdK stimmt den Wahlvorschlägen in ihrer Gesamtheit in dieser Form allerdings nicht zu.

 

Begründung: Zwar halten die Familien Porsche und Piech 100% der Stammaktien, so dass es grundsätzlich nicht zu beanstanden ist, wenn sie auch die Mehrheit der Aufsichtsratssitze halten. Es geht jedoch nicht an, die Vorzugsaktionäre überhaupt nicht zu repräsentieren. Es sollte zumindest ein Aufsichtsratsmitglied aus dem Kreis der Vorzugsaktionäre bestimmt werden.